Reiseführer Costa Rica

Unterkunft

In Costa Rica sind wir mehrheitlich in Hostels untergekommen. Dabei haben wir immer ein Doppelzimmer genommen, meist mit Bad auf dem Gang, das mit anderen geteilt wird.

Hotel Berna Tica

Das Hotel Berna Tica befindet sich in Alajuela, wo auch der Flughafen von Costa Rica liegt. Das Hotel wird von einer Schweizerin geführt und entsprechend halten sich hier sehr viele Schweizer auf, die am Anfang oder Ende ihrer Costa Rica Reise stehen. Dora, die Besitzerin, lebt seit über zehn Jahren in Costa Rica und weiss sehr viel über ihre Wahlheimat zu erzählen. Sie ist sehr hilfsbereit und der Aufenthalt bei ihr ist gemütlich. Im kleinen, offenen Esssal wird man abends von ihr bekocht und kann sich jederzeit ein kühles Bier aus dem Kühlschrank nehmen. Bezahlen kann man das am Ende des Aufenthalts. Das Hotel verfügt über mehrere Doppel-, Dreier- und Viererzimmer und einen kleinen Pool. Vor dem Haus hält ein Bus, der einem nach Alajuela bringt, wenn man spät am Flughafen ankommt, organisiert Dora aber auch einen Transfer.

  • Lage: Alajuela (etwas ausserhalb)
  • Kosten: ca. 50 USD pro Nacht im Doppelzimmer
  • Website: Hotel Berna Tica

Wavetrotter Hostel

Das Wavetrotter Hostel wird von einem jungen italienischen Ehepaar geführt, die sich mit ihrem Gästen die Küche und den Aufenthaltsraum teilen. Als wir im Wavetrotter übernachteten, empfanden wir die Besitzer als eher unfreundlich und genervt, die Preise als eher gesalzen und würden die Unterkunft nicht vorbehaltlos empfehlen. Das Hostel verfügt über geschlechtergetrennte Dorms mit Gemeinschaftsbad im Haupthaus, einige Doppelzimmer mit eigenem Bad sowie Appartments mit voll ausgestatteter Openairküche und Badezimmer. Der Garten mit Hängematten und Tischen lädt zum Verweilen ein und zum Strand sind es nur wenige Gehminuten.

  • Lage: Santa Teresa, Nicoya Halbinsel
  • Kosten: ca. 60 USD pro Nacht im Appartment
  • Website: Wavetrotter Hostel

Hostel Casa Zen

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Das Casa Zen ist ein Hostel und eine Yoga-Schule in Santa Teresa in unmittelbarer Nähe zum langen Sandstrand. Das Hostel verfügt über Dorms sowie Doppelzimmer, die Badezimmer werden geteilt und es gibt eine kleine Openairküche, die allen Gästen zur Verfügung steht. Die Reception ist gleichzeitig auch die Bar und Ausgabe des Frühstücks, das jeden Morgen im Preis inbegriffen serviert wird. Im oberen Stock des Gebäudes befindet sich der halboffene Yoga-Raum, wo täglich Yoga-Stunden angeboten werden. Die Zimmer sind etwas klein und sehr zweckmässig, die Bäder jedoch sehr sauber und das Personal super freundlich.

  • Lage: Santa Teresa, Nicoya Halbinsel
  • Kosten: ca. 35 USD pro Nacht im Zweierzimmer mit Gemeinschaftsbad
  • Yoga: 9 USD pro Lektion, im Abo günstiger
  • Website: Casa Zen Hostel

Hotel Luna Llena

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Das Hotel Luna Llena in Montezuma wird von einer Deutschen geleitet, die bereits seit 20 Jahren in Costa Rica lebt. Das Hotel hat mehrere Häuschen in einem wunderschönen Garten verteilt, in welchen sich Einzel- und Doppelzimmer sowie gemeinsam genutzte Badezimmer befinden. Im Haupthaus befindet sich die Reception, die Dorms, eine Küche sowie ein grosszügiger Outdoor-Bereich mit Hängematten und Sofas. Die Atmosphäre hier ist sehr entspannt und man kann gut einen Tag im Garten verbringen und den Affen beim Spielen zusehen.

  • Lage: Montezuma, Nicoya Halbinsel
  • Kosten: ca. 38 USD pro Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad
  • Website: Luna Llena

Buddha House

Jaco ist eine wahnsinnig hässliche Touristenstadt an der Pazifikküste. Die Ortschaft besteht aus einer langen Strasse, an welcher sich Einkaufsläden, Bars und Hostels befinden sowie einem breiten Sandstrand. Wir waren nur eine Nacht dort und fanden es nicht sehr prickelnd, anderen gefällt es aber vielleicht hier. Das Hostel hingegen war sehr angenehm, mit Dorms und Doppelzimmern sowie einem gemütlichen Garten mit Hängematten und einem Pool.

Flutterby House

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Das Flutterby House ist ein sehr spezielles Hostel, welches von zwei Schwestern aus Kalifornien geleitet wird. Sie haben sich ganz der Nachhaltigkeit verschrieben und so wird im Flutterby House alles aus regionalen und nachwachsenden sowie recycletem Material hergestellt. Die kleinen Holzhütten, die ein einem grosszügigen Garten verstreut liegen, sind sehr einfach und so gebaut, dass der Wind gut durchzieht und das Sonnenlicht sie erhellt. Das Hostel liegt nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt, welcher nicht sehr stark frequentiert wird. Das Publikum ist wie überall an der Westküste sehr international und teilweise etwas Ami-lastig.

  • Lage: Uvita
  • Kosten: ca. 35 USD pro Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad
  • Website: Flutterby House

Hotel de Montaña El Pelicano

Dieses Hotel liegt im kleinen Dorf San Gerardo de Rivas, welches am Fusse des Chirripo, des höchsten Berges von Costa Rica, liegt. Entsprechend übernachten hier in erster Linie Wanderer, die sich auf die zweitätige Wanderung auf den Chirripo vorbereiten. Das Hotel verfügt über spartanisch eingerichtete Doppelzimmer mit eigenem oder Gemeinschaftsbad, einen Pool sowie ein grosses Restaurant mit gutem und preiswerten Frühstück und Abendessen. Der Besitzer Omar und das Personal sind sehr freundlich und hilfsbereit. Omar ist im Dorf sehr bekannt und engagiert sich mit diversen Projekten in der Gemeinde.

  • Lage: San Gerardo de Rivas
  • Kosten: ca. 50 USD pro Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad, inkl. Frühstück
  • Website: Hotel de Montaña El Pelicano

Hostel Casa de Lis

Dieses Hostel wird von seiner holländischen Besitzerin Lis geführt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein Hostel mit Hotelstandard zu errichten und dies ist ihr unserer Meinung nach gelungen. Für einen mehr als fairen Preis kann man im Doppelzimmer mit eigenem Bad übernachten, zusätzlich gibt es auch Zimmer mit Gemeinschaftsbad und Dorms. Zum Haus gehört auch eine Terrasse, ein Garten und eine kleine Küche. Lis und ihre Mitarbeiter sind alle sehr freundlich und helfen gerne auch bei der Organisation von Ausflügen und Aktivitäten.

  • Lage: Turrialba
  • Kosten: ca. 30 USD pro Nacht im Doppelzimmer
  • Website: Hostel Casa de Lis

Essen und Trinken

Die Küche von Costa Rica ist geprägt von frischen Früchten, Bohnen, Reis und Mais. Sehr abwechslungsreich ist es nicht, aber kräftig und schmackhaft. Nationalgerichte sind das Casado und das Gallo Pinto. Beide sind eine Mischung aus Reis und Bohnen, ergänzt werden Zwiebeln, Rührei, manchmal auch Schinken oder Huhn.

Getrunken wird viel Wasser (es ist sehr heiss und feucht) sowie Fruchtsäfte, sogenannte Batidos. Diese werden aus frischen Papaya, Mango, Ananas etc. zubereitet und mit Wasser oder Milch gemischt getrunken. Auch Bier (lokal gebraut: Imperial und Pilsen) und frische Kokosmilch werden gerne und oft getrunken.

Restaurants gibt es haufenweise und jeder wird etwas für seinen Geschmack finden. Wer es einfacher mag, isst in den sogenannten Sodas, dies sind kleine, sehr einfache Restaurants, die nur wenige Gerichte anbieten, die man meist an einem Tresen bestellt. Hier isst man sehr gut und vor allem super günstig. Auch an Strassenständen bekommt man günstiges Essen, zum Beispiel Rindsspiesschen für ca. 2 Dollar das Stück.

Aktivitäten

Costa Rica ist ein unglaublich vielfältiges Land und bietet entsprechend unzählige Möglichkeiten an Aktivitäten. Die Pazifikküste ist bei Surfern sehr beliebt, durch die bergige Topografie kommen aber auch Wanderer auf ihre Kosten.

Natur

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Besonders hervorzuheben ist die Natur Costa Rica’s. Neben traumhaften Stränden, wildem Regenwald und anderen landschaftlichen Reizen ist auch die Tierwelt sehr spannend. Die Tiere leben sehr eng mit den Menschen zusammen und es ist üblich, dass im Garten von Hostels Geckos und Echsen leben, Affen in den Bäumen herumturnen und Vögel zwitschern.

Parque Central, Alajuela

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Wie in jeder Stadt in Costa Rica hat es auch in Alajuela einen zentralen Park, wo man sich tagsüber trifft und aufhält. Hier beobachtet man Einheimische, die ein Schwätzchen halten, verliebte Teenager beim Händchenhalten und erstaunte Touristen beim Eisessen.

Surfen

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Die gesamte Pazifikküste ist ein Paradies für Surfer. Stetiger Wellengang, traumhafte Strände und unzählige Surfschulen machen Costa Rica zu dem Surfer-Eldorado Mittelamerikas. Ausprobiert haben wir den Surfshop Al Chile in Santa Teresa, welcher von Esther, einer Engländerin und ihrem Freund Palomillo, einem Costa Ricaner, geführt wird. Sie bieten Lektionen zu günstigen Preisen und Boardverleih an und sind beide supernett.

Website: Al Chile Surf Shop & School

Yoga

Als Ausgleich zum Surfen schwören viele Einheimische und Touristen auf Yoga. Dieses wird in verschiedenen Schulen in Kursen angeboten, zum Beispiel im Casa Zen, welches täglich Lektionen anbietet. Viele Schulen bieten auch Lektionen am Strand an, teilweise kann man mit Yoga beim Sonnenaufgang vor traumhafter Kulisse in den Tag starten.

Website: Casa Zen Yoga

Strandleben Santa Teresa

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Santa Teresa auf der Nicoya Halbinsel ist eigentlich einfach ein langer, breiter Strand. Hier kann man surfen, etwas schwimmen, lange Spaziergänge unternehmen, reiten oder einfach im Sand liegen und die Sonne geniessen. Abends trifft sich das gesamte Dorf am Strand, um den Sonnenuntergang zu geniessen, welcher wirklich sehr, sehr schön ist.

Wasserfälle Montezuma

Wer genug hat vom salzigen Meer sollte sich in Montezuma zum Süsswasser begeben. Eine kurze Wanderung bringt einem zum ersten Wasserfall, der in grosses Becken fliesst, in welchem man herrlich schwimmen kann. Wer mag, klettert danach weiter zu den oberen zwei Becken, welche noch schöner sind. Der Aufstieg ist jedoch ziemlich tricky, macht aber sehr viel Spass.

Cloudbridge Nature Reserve

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Am Fusse des Chirripos befindet sich dieses private Naturreservat mitten im Nebelwald, es wurde von einem amerikanischen Ehepaar gegründet. Hier kann man wunderbar wandern und ist dabei fast alleine, weil die grossen Massen zum Chirripo pilgern. Wir haben eine Wanderung von ca. sechs Stunden gemacht, die erst zu einigen wunderschönen Wasserfällen führt und dann durch den mystischen Nebelwald hindurch.

Website: Cloudbridge Nature Reserve

Aguas Termales, San Gerardo de Rivas

Im kleinen Bergdorf San Gerardo de Rivas am Fusse des höchsten Berges von Costa Rica liegen mitten im Wald die Aguas Termales, kleine Becken, die mit dem Wasser von heissen Quellen gefüllt sind. Das Wasser fliesst dort natürlich durch, nur die Becken wurden entsprechend platziert. Herrlich entspannend.

Website: Aguas Termales Gevi

River Rafting

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River Rafting auf dem Rio Pacuare durch den unberührten Dschungel ist ein tolles Erlebnis. Verschiedene Companies bieten Touren an, wir fanden Tico’s River Adventures, eine Costa Ricanische Company sehr gut. Sie holen einem in der Unterkunft ab und gemeinsam fährt man mit einem Minibus zum Fluss. Die Guides sind extrem witzig, aber auch sehr professionell. Nach einer Einführung geht’s in mehreren Booten los, am Mittag gibt es etwas Leichtes zu essen und zwischendurch bewältigt man einige Stromschnellen des Rio Pacuare. Der Fluss fliesst durch unberührte Natur.

Transport

Hinkommen

Im Rahmen unserer Weltreise sind wir von Puerto Rico mit American Eagle nach Costa Rica geflogen. Wer aus der Schweiz anreist, findet auf Flugsuchmaschinen wie Swoodoo.ch verfügbare Flüge. Auf der Website travelcostarica.nu gibt es eine Übersicht über Verbindungen nach Costa Rica.

Rumkommen

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Costa Rica verfügt über ein sehr gutes, wenn auch etwas schwierig zu verstehendes Netz an Bussen. Die Bus-Unternehmen sind privat und so bedienen verschiedene Unternehmen die Strecken. Einige Strecken werden von mehreren Unternehmen bedient, die Haltestellen befinden sich aber mitunter an verschiedenen Orten. Es gibt also keine zentralen Bus-Haltestellen und selten Fahrpläne. Aber es gibt in fast jedes Kuhdorf einen Bus. Um Abfahrtszeiten und -ort herauszufinden, konsultiert man am besten seinen Reiseführer, das Internet und fragt dann noch etwas rum. Die Einheimischen sind die beste Quelle, denn auch sie nutzen die Busse fleissig. Teilweise gibt es spezielle Touristen-Busse, die dann etwas teurer sind. Unterschieden wird zudem zwischen «Directo» und «Collectivo», wobei der Directo direkt von A nach B fährt, der Collectivo an jedem Misthaufen hält und noch mehr Passagiere zusteigen lässt. Der Komfort variiert, von alten amerikanischen Schulbussen bis zu modernen, klimatisierten Cars ist ziemlich alles vorhanden. Die Preise sind überschaubar. Da in den letzten Jahren öfters Gepäck geklaut wurde, sollte man seine Wertsachen bei sich tragen. Die Busfahrer geben aber Acht und man erhält einen Zettel für seinen Koffer, damit nicht Fremde das Gepäck einfach abholen am Ende der Fahrt.

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