Reiseführer Chicago

Unterkunft

Chicago Getaway Hostel

getaway-hostel-1

Die Hotelpreise in Chicago sind aufgrund der vielen Business-Traveler extrem hoch. Nur schon deshalb lohnt es sich, in einem Hostel abzusteigen. Das Chicago Getaway Hostel liegt im District Lincoln Park, eine wohlhabende Wohngegend mit vielen Restaurants und See-Anstoss. Das Hostel selber ist sehr gross und verfügt sowohl über Dorms als auch über private Zimmer, wahlweise mit eigenem Bad oder geteiltem Bad auf dem Gang. Die Zimmer sind sehr einfach, aber funktional und sauber. Das Personal ist super freundlich und mischt sich immer gerne unter die Gäste. Es werden täglich Aktivitäten angeboten. Eine grosse Küche bietet die Möglichkeit, selber zu kochen, das dreckige Geschirr wird sogar regelmässig vom Personal abgewaschen. Frühstück mit Toast, Früchten und Müsli ist im Preis inbegriffen und wird im grossen Esssal eingenommen. Dieser Raum dient auch als Treffpunkt für alle Gäste, zusätzlich gibt es eine Terrasse, einen Fernsehraum und Computer-Stationen. Trotz seiner Grösse hat das Hostel eine sehr familiäre Atmosphäre und man lernt schnell Leute kennen.

Essen und Trinken

Wie es sich für eine amerikanische Grossstadt gehört, kann man in Chicago von griechischem Souvlaki zu chinesischem Dim Sum alles essen. Möglichkeiten zur Verpflegung gibt es unzählige, von einfacher Hot Dog Bude bis hin zum Sternerestaurant. Ausprobieren sollte man auf jeden Fall eine Chicago-style Pizza, eine Kalorien- und Cholesterinbombe par excellence. Unglaublich lecker. Chicago rühmt sich auch, die besten Hot Dogs zu servieren. Die Würstchen sind immer reines Rindfleisch und der Hot Dog wird gefüllt mit Salat, Tomaten, Essiggurken, Chilli und einem köstlichen Relish. Ketchup gehört in diesen Hot Dog nicht!

Restauranttipp

signature-room

Wer es exklusiv mag, der sollte den Signature Room im 95. Stock des John Hancock Buildings ausprobieren. Natürlich ist das Dinieren in diesem Restaurant mit angeschlossener Bar nicht günstig, aber das Essen und die Drinks sind köstlich und die Aussicht auf die Stadt und den Lake Michigan atemberaubend. Dresscode!

Aktivitäten

Die Möglichkeiten, sich in Chicago die Zeit zu vertreiben, sind schier unendlich. Museen, Kunst, Sport, Architektur, Pärke, Shopping… Chicago bietet wirklich für jeden Besucher etwas. Eine Auswahl.

Spaziergänge

lake-michigan

Auch eine Grossstadt wie Chicago kann man gut zu Fuss entdecken, wobei beim Blick auf die Karte schnell klar wird, dass man nur einen Bruchteil der Stadt gesehen hat. Für ausgedehnte und entspannte Fussmärsche eignet sich das Ufer des Lake Michigans. Entlang des Sees gibt es einen mehrere Kilometer langen Weg, der vom Süden der Stadt bis in den Norden reicht. Zu sehen gibt’s auf der einen Seite den unendlich scheinenden Lake Michigan, auf der anderen Seite die Skyline des Loops, mehrere Sandstrände und immer wieder grosszügige Grünflächen.
Auch die Innenstadt, der sogenannte Loop, eignet sich für einen Spaziergang. Eindrücklich hier vor allem die unzähligen Wolkenkratzer. Achtung: Chicago wird nicht umsonst The Windy City genannt. Insbesondere am Lake und in den Häuserschluchten des Loops pfeift einem der Wind kalt um die Ohren. Warm anziehen!

Lincoln Park

lincoln-park-zoo

Der riesige Park im gleichnamigen Stadtteil verfügt über viele Grünflächen, mehrere Teiche und Badestrände am Lake Michigan. Auch mehrere Sportplätze und Häfen sind im Lincoln Park zu finden. Daneben gibt es im Park auch einen Zoo, der Eintritt ist umsonst und man sieht hier Tiere wie Affen, Giraffen und Löwen. Der Zoo ist meist gut besucht und es lohnt sich, einen Snack mitzubringen, da die Restaurants eher teuer und ungemütlich sind.

Architektur-Tour

architecture-tour

Per Bus oder per Boot zwischen den Wolkenkratzern hindurch fahren und dabei allerlei spannende Informationen von freundlichen Guides erhalten. Alternativ können diese Touren auch zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Segway absolviert werden. Organisiert werden viele dieser Touren von der Chicago Architecture Foundation.

Willis Tower / Sears Tower

skydeck

Der Willis Tower (bis 2009 Sears Tower) ist mit 442 Meter das höchste Gebäude Chicagos. Der Turm wird jährlich von über 1.5 Millionen Menschen besucht. An klaren Tagen kann man eine Aussicht über vier Staaten – Illinois, Indiana, Wisconsin, Michigan – geniessen. Im 103. Stock kann man zudem das Skydeck besuchen, Glasbalkone, von denen man hunderte Meter tief nach unten sieht. Nichts für Menschen mit Höhenangst.

Navy Pier

Der Navy Pier ist ein ca. 1 km langer Pier am Lake Michigan und ist heute die Nummer eins Touriattraktion Chicagos. Wieso genau, ist mir selber nicht ganz klar. Vom Navy Pier weg führen viele Sightseeing Tours zu Wasser, hier starten auch die Entertainment Cruises. Mittwochs und Samstags gibt es im Sommer Feuerwerke zu bewundern und es werden auf dem Pier Shows gezeigt, es gibt Museen und ein IMAX Kino. Der Navy Pier ist ein typisch amerikanischer Vergnügungspark, hier allerdings im Mini-Format.

  • Kosten: je nach Aktivität
  • Website: Navy Pier

Millenium Park

cloud-gate

Südlich des Loops und direkt am Lake Michigan liegt der Millenium Park. Er beherbergt mehrere Attraktionen wie zum Beispiel ein Open Air Konzertgelände (Jay Pritzker Pavillion), die berühmte Spiegel-Skulptur Cloud Gate, Gärten und Museen. Charakteristisch für den Park ist die Präsentation von Kunst in einem öffentlichen Raum. Allein im Millenium Park kann man Tage verbringen!

Transport

Hinkommen

Chicago hat zwei Flughäfen, den O’Hare International Airport und den Midway Airport. Beide sind mit dem öffentlichen Verkehr an die Innenstadt angeschlossen. Internationale Flüge aus Europa werden meist in O’Hare landen.

Wer aus einer anderen amerikanischen Stadt anreist, kann dies auch per Bus oder Zug tun. Amtrak fährt aus allen Richtungen nach Chicago und eine Fahrt mit dem Zug lohnt sich auf jeden Fall. Immer die Grösse der USA im Auge behalten, so dauert zum Beispiel die Strecke New Orleans – Chicago ca. 20 Stunden.

Wikivoyage listet die Anreisemöglichkeiten ausführlich.

Rumkommen

elevated-train

Kein Besucher sollte Chicago verlassen, ohne mit dem charakteristischen «L» gefahren zu sein. Das «L» steht für den historischen Elevated Train, heute aber ist damit das gesamte Zug-System der Stadt gemeint. Die Chicago Transit Authority (CTA) betreibt die Züge und Busse der Innenstadt, wobei die Züge alle im Loop (Downtown Chicago) starten und in alle Himmelsrichtungen in die verschiedenen Stadtteile weiterfahren. Der öffentliche Verkehr in Chicago funktioniert einwandfrei und man kann wirklich jeden Ort in der Stadt mit Zug oder Bus erreichen. Ganz gratis ist das nicht, die Preise sind aber doch relativ fair.

Im Loop selber kann man viele Orte auch erlaufen, insbesondere ein Spaziergang am Lake Michigan mit der eindrücklichen Skyline im Blick lohnt sich. Alternativ kann man auch ein Fahrrad mieten, gerade die Nord-Süd-Achse entlang des Sees eignet sich dafür hervorragend.

Leave a Reply