Reiseführer New Orleans

Unterkunft

New Orleans ist eine sehr touristische Stadt und die Unterkünfte, vor allem im historischen French Quarter, sind entsprechend teuer. Eine zahlbare Unterkunft zu finden, ist nicht immer einfach, bei Veranstaltungen wie dem Mardi Gras Karneval empfiehlt es sich, lange voraus zu buchen.

Flo & Joe’s Candlelight Hostel

Wir hatten vorab nur schlechtes über diese Unterkunft gelesen, wagten es mangels Alternativen jedoch trotzdem, dort zu übernachten. Das Hostel liegt im Stadtteil Tremé, einem geschichtsträchtigen Viertel in Nachbarschaft zum French Quarter. Es ist ein altes Wohnhaus und verfügt über einige Doppelzimmer und Dorms, geteilte, geschlechtergetrennte Badezimmer, eine Küche und einen kleinen Aufenthaltsraum. Da es Bettwanzen gab, sind die Betten in Plastik verpackt, was beim Liegen ein merkwürdiges Knistern verursacht, aber offenbar die Viecher abhält. Das Personal ist nett, aber relativ desinteressiert. Das Hostel ist nicht der Inbegriff von Gemütlichkeit, aber sauber und preislich ok.

The Hotel Modern

Ein eher teures Hotel, das jedoch einen sehr angenehmen Aufenthalt verspricht. Das Personal ist super freundlich und sehr hilfsbereit bei allen Fragen, die man hat. Unser Zimmer verfügte über ein grosses Badezimmer mit Wanne, ein unglaublich bequemes Bett und einen riesigen Flatscreen-TV. Das Hotel befindet sich in Gehdistanz zum French Quarter und zum Bahnhof.

Essen und Trinken

Essen

Die Preise im touristischen French Quarter sind gesalzen, teilweise lohnt es sich aber, da das Essen an einigen Orten echt gut ist. Ausprobieren sollte man lokale Spezialitäten wie Gumbo oder Seafood. New Orleans ist ein Melting Pot von Kulturen – Amerikanisch, Französisch, Spanisch und Afrikanisch, und das zeigt sich auch in seiner Küche.

Trinken

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An der Bourbon Street im French Quarter reiht sich eine Bar an die andere. Als eine der wenigen Städte in den USA erlaubt Nola das Trinken von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit. Und das wird von vielen ausgenutzt, sodass die Bourbon Street bereits nachmittags zur Vergnügungsmeile wird. Daneben gibt es aber auch einige Bars, die neben guten Drinks auch auf gute Musik setzen – nicht umsonst ist New Orleans die Jazz- und Blues-Hauptstadt.

Aktivitäten

Nawlins, wie die Stadt im lokalen Slang ausgesprochen wird, ist eine faszinierende und vielseitige Stadt. Dementsprechend gibt es hier viel zu sehen und zu tun. Es wird davon abgeraten, den Stadtteil Central City zu besuchen, da hier viel Kriminalität herrscht.

Spaziergänge

new-orleans-spazieren

Entlang des Mississippi Rivers, durch das French Quarter und den Business District, durch Tremé und Carrolton. Um die Atmosphäre des Big Easy aufzunehmen, sind ausgedehnte Spaziergänge genau das richtige. Die Architektur unterscheidet sich in allen Stadtteilen, von perfekt aufgemotzten Kolonialbauten im French Quarter über imposante Villen im Garden District bis hin zu baufälligen Hütten mit Retro-Charme.

Fahrt mit dem Streetcar

streetcar

Die Wagen der Streetcars sind teilweise seit dem 19. Jahrhundert im Einsatz. Die Fahrt mit den historischen Wagen ist langsam und gemütlich und es ist spannend, dabei zuzusehen, wie der Führer den Streetcar bedient.

Katrina & beyond – Ausstellung im Lousiana State Museum

Neun Jahre ist es mittlerweile her, seit der Hurrikan Katrina die Stadt unvorstellbar hart getroffen hat. Mehrere Wochen lang war New Orleans von Wasser überflutet, unzählige Bewohner verloren ihre Häuser und Habseligkeiten. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist geflohen, nicht alle kamen zurück. Der Big Easy leidet auch heute noch an den Folgen des Sturm. Die Ausstellung zeigt abwechslungsreich gestaltet die schwierige Zeit vor, während und nach des Sturm. Sehr bewegend!

Natürlich gibt es noch viel mehr zu tun in New Orleans, bei drei Tagen Regenwetter hielt sich unser Tatendrang jedoch leicht in Grenzen 😉 Zum Beispiel: eine Tour in die Sümpfe, eine Führung durch die Friedhöfe, eine Fahrt auf dem Mississippi….

Transport

Hinkommen

Nach New Orleans gelangt man mit dem Flugzeug, der Flughafen der Stadt heisst Louis Armstrong International Airport. Aber auch mit dem Amtrak-Zug oder dem Greyhound-Bus kommt man nach New Orleans. Bus und Zug starten am Union Passenger Terminal, unweit des Central Business Districts.

Rumkommen

Als Besucher hält man sich vorwiegend in den zentralen Stadtteilen French Quarter, Central Business Disctrict, Uptown und Tremé auf. Die Distanzen sind in diesen Stadtteilen nicht sehr gross, deshalb kann man bequem zu Fuss unterwegs sein. Aber auch die Fahrt mit Bus und Streetcar lohnt sich, das Personal ist sehr freundlich und die Preise fair. Vor allem die Fahrt mit dem historischen Streetcar lohnt sich, da es nicht nur Fortbewegungsmittel ist, sondern auch Sehenswürdigkeit.

 

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