Reiseführer Puerto Rico

Unterkunft

Posada San Francisco

posada-san-franciscoDirekt an der Plaza Colon in Old San Juan befindet sich dieses Hostel in einem wunderschönen Kolonialgebäude. Das Haus wird von einer Familie geführt und ist eines der wenigen Hostels auf der ganzen Insel. Die Zimmer sind sehr einfach, Bett, Klimaanlage, Kühlschrank, fertig. Badezimmer werden geteilt und sind nicht geschlechtergetrennt. Auf zwei Balkonen kann man das Treiben auf der Plaza Colon beobachten, in der grossen Gemeinschaftsküche sein eigenes Essen zubereiten.

Essen und Trinken

Das Essen auf Puerto Rico ist eine Mischung aus Karibik und USA. Steaks, Burger, Hotdogs und natürlich Fast Food von Burger King, McDonalds und Starbucks kriegt man überall. Walgreens hat ca. 5 Millionen Filialen auf Puerto Rico und 24 Stunden an 7 Tagen die Woche geöffnet. Wer die lokale Küche probieren will, sollte einmal Mofongo bestellen, einen Brei aus Kochbananen, ähnlich dem europäischen Kartoffelpuffer.

Aktivitäten

Old San Juan

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Die Altstadt von San Juan steht auf der Liste des Unesco Welterbes und das nicht ohne Grund. Die farbigen Kolonialhäuser, die imposanten Forts und die schöne Lage auf einer Halbinsel machen diesen Stadtteil zu einem wunderschönen Reiseziel. Wer ein bisschen Zeit hat, sollte sich treiben lassen und einfach durch die Gässchen spazieren, bis er irgendwann wieder am Meer ankommt.

Balneario Luquillo

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Eine Badeanstalt am Meer. Die Balnearios sind in Puerto Rica das, was in Zürich die Seebäder sind. Auto auf den Parkplatz stellen, Eintritt bezahlen, Wertsachen ins Schliessfach und ab an den Strand. Der Balneario Luquillo befindet sich zwischen San Juan und dem Nationalpark El Yunque und hat einen langen, breiten, weissen Sandstrand, türkises Meer und Kokospalmen im Angebot.

Nationalpark El Yunque

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El Yunque, der Regenwald auf Puerto Rico, ist als Nationalpark geschützt. Trotzdem kann man ihn natürlich mit dem Auto besuchen und auf einer Stichstrasse in den Wald hinein fahren. Entlang der Strasse gibt es zahlreiche Parkplätze, von denen weg kürzere und längere Wanderwege führen. Der Regenwald ist wunderschön und eindrücklich, allerdings auch unglaublich gut besucht. Einen Grossteil seiner Besuchszeit wird man also in einer Völkerwanderung mit halb Amerika durch den Wald laufen. Es lohnt sich trotzdem.

Transport

Hinkommen

Puerto Rico ist das Ausflugsziel der Amis, deshalb fliegen unzählige Fluggesellschaften aus den USA nach Puerto Rico. Von Europa fliegt man deshalb am besten via Florida. Von dort dauert die Reise nach San Juan ca. 3 Stunden.

Rumkommen

Puerto Rico ist stark durch die USA beeinflusst und das zeigt sich nicht zuletzt bei den Transportmitteln. Fast jeder Puerto Ricaner hat ein bis zwei Autos, gerne sehr gross und klimatisiert. Entsprechend ist ÖV ein Fremdwort für viele der Inselbewohner. In San Juan gibt es aber ein Bus-System, den Transporte Urbano, der nicht mal so schlecht ist. Die Busse fahren zwar nicht sehr oft, aber pünktlich und die Mitarbeiter sind sehr freundlich. Auf eine lange Fahrt muss man sich aber nur schon wegen der Grösse der Stadt einstellen und an viele Orte kommt man mit dem Bus nicht hin. Um den richtigen Bus zu erwischen, sollte man sich vorab online informieren und ein bisschen rumfragen. Einige Puerto Ricaner werden nicht wissen, von was ihr sprecht, weil sie nicht mal wissen, dass es in ihrer Stadt öffentliche Verkehrsmittel gibt. Der zentrale Busbahnhof befindet sich bei Old San Juan, ein paar Minuten von der Plaza Colon weg.

Als Alternative bietet sich hier ein Mietauto an, welches man relativ unkompliziert bekommt. Kosten liegen bei ca. 50 US$ pro Tag. Beim Flughafen sind alle grossen Vermieter und einige kleinere vertreten. Wenn man in Old San Juan stationiert ist und für einen Tagesausflug ein Auto mietet, muss man allerdings erst mit dem Bus oder Taxi zum Flughafen raus ;-). Ist aber easy machbar.

 

Bienvenido en Puerto Rico

puerto-ricoAy ay ay ay ay ay … Puerto Rico! Was schon Vaya Con Dios besungen haben, wollen wir nun live sehen. Also steigen wir in Guadeloupe in einen Mini-Flieger, der uns von den kleinen, nun auf die grossen Antillen bringen soll. Im Internet haben wir ein Hostel in Old San Juan gebucht, der historischen und Unesco-geschützten Altstadt der Metropole San Juan. Als wir am Flughafen von San Juan ankommen, überrascht uns ein alter Freund von Lukas und spielt Chauffeur für uns. Wie viele junge Puerto Ricaner spricht er fliessend Englisch mit unüberhörbarem Ami-Einschlag. Meine Spanisch-Kenntnisse werde ich hier wohl nicht auffrischen können.

Wir checken spät abends im Hostel ein und Lukas Freund überredet uns, noch etwas essen zu gehen, obwohl wir eigentlich nudelfertig sind. Seine Gastfreundschaft überfordert mich ein bisschen und als wir unser Abendessen im überklimatisierten Burger King einnehmen, sinkt meine Laune. So habe ich mir das hier nicht vorgestellt, wo sind bitte Karibik-Feeling und Latino-Lifestyle hin?

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Am nächsten Tag werden wir von unserem enthusiastischen Guide abgeholt, er will uns seine Insel zeigen. Wir setzen uns ins Auto und fahren los. Erster Stopp ist eine gigantische Shopping-Mall, wo wir im K-Mart Picknick einkaufen gehen. Auf dem Parkplatz reiht sich SUV an SUV und ich bin völlig enttäuscht von Puerto Rico. Alles Schlechte haben sie von den Amis übernommen, so mein erster Eindruck. Aber je weiter wir aufs Land hinausfahren, desto mehr fühlen wir uns wieder in der Karibik. In einem Dorf machen wir eine Pause in einer Gelateria, hier kann man sogar Glacé mit Knoblauchgeschmack essen! Unser Freund bringt uns bei, wie wir auf Spanisch bestellen und die Verkäuferinnen lachen herzlich über unsere Bemühungen.

Die nächsten zwei Tage erkunden wir Old San Juan und testen die Mojitos in den Bars. Old San Juan ist wunderschön, die bunten Kolonialhäuser reihen sich aneinander und die Stadt wird umrahmt vom karibischen Meer. Langsam entdecken wir auch die spanisch-südamerikanische Seite von Puerto Rico und Lukas’s Versuche, sich in Spanisch zu verständigen stossen auf viel Freude und Gelächter bei den Einheimischen.

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Am vierten Tag mieten wir uns ein Auto, um in den Nationalpark El Yunque zu fahren. Um unser Auto abzuholen müssen wir erst mit dem öffentlichen Bus fahren, im Autoverrückten Puerto Rico ein kleines Abenteuer. El Yunque ist der letzte verbliebene Regenwald auf Puerto Rico und wunderschön. Er ist ziemlich überlaufen von amerikanischen Touristen, die mit SUV die Stichstrasse in den Regenwald abfahren und ab und zu aussteigen, um eine Vierstelstunde zu “wandern”. Obwohl uns dieses Verhalten suspekt ist, geniessen wir den Regenwald sehr. Gegen Abend fahren wir noch an den Strand, und planschen im warmen Karibikmeer. Als wir das Auto in der Dunkelheit zurückbringen und auf den Bus warten, ist uns etwas mulmig zumute. Schliesslich soll San Juan ein gefährliches Pflaster sein und wir befinden uns hier irgendwo in einem Vorort. An der Bushaltestelle kommt ein Mann auf uns zu – er sieht aus wie ein Gangster aus einem Hollywood-Film. Aber anstatt uns abzuknallen, heisst er uns in Puerto Rico willkommen und will unbedingt wissen, ob es uns gefällt auf seiner Insel. Mittlerweile können wir dies mit gutem Gewissen bejahen.

Nach fünf Tagen müssen wir bereits wieder abreisen. Trotz Startschwierigkeiten hat uns Puerto Rico sehr gefallen.

Bildergalerie Puerto Rico