Mit Kindern in Locarno und Ascona
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Mit Kindern in Locarno und Ascona

Ende September haben wir uns ein verlängertes Wochenende im Tessin gegönnt und Locarno und Ascona besucht.

Da wir bei den letzten paar Versuchen, entspannte Ferien mit der Familie zu verbringen, kläglich gescheitert sind (danke, Erkältungs- und sonstige Viren), waren unsere Erwartungen nicht sehr hoch.

Doch wir hatten Glück: Alle blieben gesund und wir konnten die beiden Städte im Tessin richtig geniessen.

Hinkommen: Mit dem Zug nach Locarno

Gotthard-Basistunnel sei Dank: Die Bahnfahrt von Zürich nach Locarno dauert nur knapp zweieinhalb Stunden. Zwei Stunden nach Bellinzona, umsteigen, und nach einer halben Stunde sind schon die Tessiner Palmen sichtbar. Das haben sogar unser Vierjähriger und die Eineinhalbjährige ohne grosses «Wann sind wir endlich da?»-Geklöne geschafft.

Übernachten: Die Jugendherberge in Locarno ist perfekt für Familien

Eigentlich wollten wir ja nach Ascona, aber dort sind die Hotelpreise echt happig. Darum sind wir auf die Jugendherberge in Locarno ausgewichen und haben damit den Jackpot geknackt.

Die Jugi hat alles, was Familien brauchen – und das zu fairen Preisen. Wir hatten ein Familienzimmer mit eigenem Bad und Zugang zu einer riesigen Terrasse. Ein einfaches Frühstück ist im Zimmerpreis inbegriffen.

Die Jugi hat einen kleinen Garten mit Sandkasten und Rutsche, dort konnten die Kinder spielen, während wir in der Outdoor-Lounge Wein tranken. Den gibt es praktischerweise an der Rezeption zu kaufen. Und wenn das Wetter schlecht ist, amüsieren sich die Kids im grossen Spielraum, in dem sich so ziemlich alles findet, was das Kinderherz höher schlagen lässt.

Die Jugi liegt zudem echt gut: Mit dem Bus sind es ein paar Minuten zum Bahnhof, die Altstadt erreicht man zu Fuss in ca. 10 Minuten.

Jugendherberge Locarno

Essen und Trinken: Pizza, Pasta und viel Amore für die Bambini

In der Jugi könnte man auch recht günstig mittags und abends essen, uns hat es aber in die umliegenden Restaurants gezogen.

In der Altstadt und um die Piazza Grande herum gibt es unzählige Lokale, die Pizza und Pasta anbieten, wir hatten den Eindruck, dass die sich nicht gross unterscheiden.

Supercool war das Restaurant BLU im Lido, direkt am See. Da das BLU sich im gleichen Gebäude befindet wie das Hallenbad, haben wir Pommes und Hotdog erwartet, wurden aber eines Besseren belehrt. Das BLU ist ein richtig gutes Restaurant, mit guter Bedienung, schöner Inneneinrichtung und einer grandiosen Terrasse mit Lounge. Das Beste für uns aber war der Familienbereich, eine Ecke, die speziell für Familien reserviert ist und über ein verglastes, schallisoliertes (!) Spielzimmer verfügt. Am Wochenende sogar mit Kinderbetreuung, verriet uns der nette Kellner.

Natürlich haben wir auch auf der Piazza in Ascona gegessen. Auch hier gibt es viele (austauschbare) Restaurants, die Osteria Nostrana wurde uns empfohlen. Die Mitarbeitenden sind auch hier sehr kinderfreundlich und wir konnten sogar draussen sitzen und die Kinder neben den Tischen spielen lassen. Das Essen war sehr lecker und die Aussicht auf die Piazza und den See einfach traumhaft.

Sehen und erleben: Locarno und Ascona bieten viel

Ferien mit Kindern sind so eine Sache bei uns: Wir würden so gerne so viel tun, sehen und erleben, merken aber immer wieder, dass das mit Kindern einfach nicht geht. Sie brauchen Pausen, sie brauchen Auslauf und alles dauert etwas länger, als man das geplant hat.

Darum haben wir auf Ausflüge in die Umgebung verzichtet, obwohl sich das sicher gelohnt hätte (Verzasca-Tal, Kirche Madonna del Sasso, Brissago-Inseln) und haben uns auf Locarno, Ascona und ihre Spielplätze beschränkt.

Altstadt: Sowohl in Ascona wie auch in Locarno muss man durch die Gässchen der Altstadt spazieren. Sie sind einfach wunderschön.

Ascona Altstadt

Piazza: Die Piazza Grande in Locarno ist ein riesiger Platz, auf dem Events wie das Filmfestival und das Musikfestival Moon and Stars stattfinden. Ich persönlich finde den Platz allerdings nicht so speziell, aber mal kurz drüberflanieren lohnt sich schon. Die Piazza in Ascona allerdings, da kann ich mich nicht sattsehen. Die schmucken Häuser, die Restaurants, in denen die Leute auch im Winter draussen sitzen, der See, die Sicht, das ist einfach ein toller Ort.

See: In Ascona haben wir den Lago Maggiore von der Piazza aus besucht und haben dort auch das Schiff nach Locarno genommen. In Locarno lohnt sich ein Abstecher zum Lido, dort hat es neben dem Hallenbad auch einen hübschen Park mit Seeanstoss.

Locarno Lago Maggiore

Spielplätze: In Ascona gibt es direkt neben der Piazza einen grandiosen Spielplatz, mit vielen Klettergerüsten für grössere und kleinere Kinder, Rutschen, Gireitsli. In Locarno gibt es einen Robinson-Spielplatz, der ist ein wenig ab vom Schuss, aber ziemlich cool, auch wenn wir dort von den Mücken arg verstochen wurden. Auch der Spielplatz in der Nähe vom Bahnhof, direkt am See und eigentlich in der Gemeinde Muralto gelegen, ist ziemlich cool. Am besten gefallen aber hat uns der Spielplatz bei der Piazza San Francesco.

Locarno und Ascona mit der Familie – es lohnt sich

Wir haben die Tage in Locarno und Ascona richtig genossen und sind uns sicher: Wir kommen bald wieder. Die unkomplizierte Anreise, die kinderfreundlichen Menschen und die vielen Dinge, die man hier sehen und tun kann, sprechen dafür.

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